Mundaner oder weltlicher Deutungstext  2026

Die ersten Monate des Jahres tragen eine besondere Spannung zwischen innerer Weitung und emotionaler Empfindsamkeit. Jupiter trifft mehrfach auf den Mond, und diese Begegnungen zeigen, dass die Welt – und jeder Einzelne – zwischen dem Wunsch nach Wachstum und dem Bedürfnis nach Sicherheit schwankt. Es ist eine Zeit, in der alte Muster sichtbar werden, weil sie sich dehnen müssen. Die Seele wird weiter, auch wenn sie sich zwischendurch eng anfühlt.
Jupiter wirkt stark im Bereich des Alltags und der Verpflichtungen. Er bringt neue Aufgaben, neue Verantwortungen, aber auch die Chance, Sinn zu finden in dem, was man tut. Gleichzeitig baut Saturn im Hintergrund an neuen Strukturen. Seine harmonischen Verbindungen zu Uranus, Lilith und Pluto zeigen, dass Wandel möglich ist, ohne dass alles ins Chaos kippt. Das Neue kommt nicht als Bruch, sondern als leiser Umbau, der sich in bestehende Formen einfügt.
Die Konjunktion von Saturn und Neptun im Wertebereich zeigt, dass materielle Sicherheiten an Bedeutung verlieren, während seelische und spirituelle Werte an Gewicht gewinnen. Die Welt fragt sich: „Was trägt wirklich? Was bleibt, wenn das Äußere sich verändert?“ Es ist eine Phase, in der Illusionen zerfallen und Wahrheiten auftauchen, die lange unter der Oberfläche lagen.
Uranus und Lilith stehen mehrfach in Spannung – ein Hinweis darauf, dass verdrängte Themen, ungezähmte Kräfte und innere Wahrheiten sich nicht länger zurückhalten lassen. Es kann knistern, es kann ruckeln, aber es führt zu Befreiung. Neptun wirkt wie ein feiner Nebel, der gleichzeitig klärt und auflöst. Seine Harmonie zu Pluto und zum MC zeigt, dass die kollektive Ausrichtung sich verändert: weniger materiell, mehr seelisch, weniger laut, mehr wahrhaftig.
Alles zusammen ergibt ein Bild von Monaten, in denen die Welt nicht explodiert, sondern sich neu sortiert. Die Veränderungen kommen nicht als Sturm, sondern als Welle – eine Welle, die alles berührt, was nicht mehr trägt, und Raum schafft für das, was echter und tiefer ist.
Mundaner Deutungstext – Mai bis Dezember 2026
Ab Mai verschiebt sich die Energie spürbar. Was in den ersten Monaten vorbereitet wurde – die innere Klärung, die Prüfung der Werte, die leise Umstrukturierung – beginnt nun, Form anzunehmen. Uranus und Neptun stehen weiterhin in einem harmonischen Austausch, und das bringt eine visionäre Qualität in die Welt. Ideen, die zuvor nur intuitiv spürbar waren, beginnen sich zu konkretisieren. Innovation und Spiritualität berühren sich, und neue Wege werden sichtbar, die zuvor undenkbar schienen.
Jupiter verbindet sich harmonisch mit Saturn, Uranus und Neptun – ein seltenes Zusammenspiel, das Wachstum mit Stabilität verbindet. Es ist eine Phase, in der Fortschritt möglich ist, ohne dass die Welt ins Wanken gerät. Gleichzeitig zeigt Jupiter im siebten Haus, dass Beziehungen – privat wie gesellschaftlich – stärker in den Mittelpunkt rücken. Verträge, Allianzen, Partnerschaften und diplomatische Verbindungen werden neu verhandelt. Es ist eine Zeit, in der Zusammenarbeit wichtiger wird als Konkurrenz.
Uranus bringt weiterhin Unruhe in die Fundamente. Themen wie Heimat, Sicherheit, Wohnraum und nationale Identität bleiben in Bewegung. Doch im Gegensatz zu den ersten Monaten wirkt diese Unruhe nun weniger chaotisch und mehr richtungsweisend. Die Welt sucht neue Formen des Zusammenlebens, neue Definitionen von Sicherheit, neue Wege, Stabilität zu schaffen.
Neptun bewegt sich weiter über den Bereich der Kommunikation. Worte tragen mehr Gefühl, Bilder wirken stärker, und die kollektive Wahrnehmung wird sensibler. Gleichzeitig verstärkt Neptun die Sehnsucht nach Sinn, nach innerer Führung, nach etwas, das über das Materielle hinausgeht. Seine Harmonie zu Pluto und zum MC zeigt, dass die kollektive Berufung sich weiter vertieft. Die Welt richtet sich neu aus – nicht durch äußeren Druck, sondern durch ein inneres Erkennen.
Der Mondknoten bleibt ein wichtiger Faktor. Seine Spannung zu Lilith zeigt, dass die Wahrheit nicht länger verdrängt werden kann. Themen rund um Authentizität, weibliche Urkraft, Schattenarbeit und Unabhängigkeit treten stärker ins Bewusstsein. Der Mond am MC verstärkt die emotionale Färbung dieser Zeit. Entscheidungen werden nicht nur rational getroffen, sondern aus einem tiefen Gefühl heraus.
Die zweite Jahreshälfte 2026 wirkt wie ein Reifestadium. Was im Frühjahr angestoßen wurde, wächst nun heran. Die Welt wird nicht ruhiger, aber bewusster. Die Veränderungen kommen nicht mehr als leise Welle, sondern als klarer Strom, der Richtung gibt. Es ist eine Zeit, in der das Wahre sichtbarer wird, das Unwesentliche abfällt und das Neue beginnt, Gestalt anzunehmen.
 

 
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